29 Januar 2014

Erbsgrün

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach dem perfekten Grün, nach Erbsgrün besser gesagt. Das ist eine Farbe, die es schon in meiner Jugendzeit gab, meist noch kombiniert mit Braun, und diese beiden Farben waren für mich damals einfach nur bäh. Nie nie im Leben wollt ich solche Farben haben, weder bei Kleidung noch bei Vorhängen noch bei Geschirr oder sonst irgendwas.
Und jetzt - jetzt bin ich total verrückt danach, es ist nur sehr sehr schwer den perfekten Erbsenton zu finden. Die beiden Knäuel auf dem Foto haben ihn, nur leider kann das mein Fotoapparat nicht wiedergeben, sie sind viel zu hell abgelichtet.
Auf jeden Fall, gefunden hab ich sie in einem ganz kleinen Wollladen in Regensburg, bei Eismond. Ganz versteckt im hinteren Teil eines Nebengäßchens vom Haidplatz, leider viel zu leicht zu übersehen oder erst gar nicht zu entdecken, und drum MUSS ich hier einfach ein bißchen Reklame für diesen Laden machen. Vollgepackt mit schönster Wolle aus Island, mit einer sehr netten und hilfsbereiten Inhaberin, super Beratung und Hilfe beim Rauf-und Runterkraxeln der steilen Eingangsstufen mit Hund und Einkaufstüten.
Wer also in oder bei Regensburg wohnt und auch immer auf der Suche nach schöner, kuschliger Wolle und vielen Farben ist, bitte unbedingt vorbeischauen und sich verführen lassen.

PS: Ist euch eigentlich schon aufgefallen, dass man ZitronEN, KirschEN und ErbsEN sagt, aber dann zwar ZitronENgelb, aber Kirsch..rot und Erbs..grün?

26 Januar 2014

Haushaltstipps

Habe einen absolut genialen Link erhalten, wie man Eier am schnellsten, besten und effektivsten trennt. Das hält man ja zuerst für einen Witz, da eine Anleitung dafür zu brauchen, aber seht es euch an und ihr werdet genauso begeistert sein wie ich. Bei der nächsten Hundemahlzeit wird das sofort ausprobiert.

Und dann hab ich noch ein auch absolut geniales Spray von Frosch entdeckt, mit Grapefruit. Damit werden alle alten, schmutzigen und schmierigen Sachen im Handumdrehen wieder blitzsauber, praktisch wie neu. Natürlich mag man manchmal auch die "alte Patina", aber die alten Schätzchen müssen ja auch nicht unbedingt total vergammelt oder unappetitlich aussehen und sauber vermitteln sie besser den richtigen Eindruck, wie sie damals wirklich waren. Der linke Wum ist schon geputzt, der rechte noch im Flohmarkt-Zustand. Welcher sieht besser aus?

24 Januar 2014

Arne und Carlos

Heute kam ein Buchpaket und ich konnte mich gar nicht erinneren, dass ich irgendwas bestellt hätte. Erst beim Auspacken ist mir eingefallen, dass ich ja schon vor Wochen das neue Buch von Arne und Carlos vorbestellt hatte.
Ich bin ein großer Fan der beiden, auch wenn ich noch nie auch nur eines ihrer Designs nachgestrickt habe, mag ich doch die Bücher. Für mich sind es immer Wohlfühlbücher, ich kann darin blättern und schauen und staunen, alles so liebevoll gemacht mit kleinen persönlichen Geschichtchen - und das Gartenbuch war genau das richtige an einem weiteren trüben und niesligen Wintertag.
Diesmal gibt es, neben Häkeln und Stricken, auch Kissen und Untersetzer zum Sticken und ein Windspiel für den Garten aus altem Besteck, Flaschenöffner und Schlüsseln, gefällt mir richtig gut.

Und das sind meine Lieblinge aus dem neuen Buch, mal sehen ob ich diesmal etwas davon machen werde. Der Sommer liegt ja noch vor uns, und die kleinen Margeriten-Untersetzer haben es mir sehr angetan. Das wär eine schöne Idee für das Osterfrühstück, nur falls wir es schon draußen halten können.
Aber jetzt erst mal schnell wieder zurück zum Kuchenbacken, morgen feiern wir noch das letzte Geburtstagskind im Januar und Geschenke muss ich auch noch verpacken.

Habt auch ein schönes Wochenende, vielleicht inspirieren Euch ja Arne und Carlos auch, schon mal von den ersten Frühlingshandarbeiten und -blumen zu träumen.


19 Januar 2014

Meine Woche im Januar

Montag
Die Woche fängt gleich mit einem neuen Kuchenrezept an. Da wir Besuch haben, wollte ich den Gewürzkuchen von Zucker, Zimt und Liebe ausprobieren.Gewürzkuchen ess ich für mein Leben gern und so kam mir das Rezept grad recht. Der Kuchen selbst geht recht einfach, bis auf das Ingwerpulver hatte ich alle Zutaten im Haus. Er ist nicht zu süß und so kann man gut noch ein Löffelchen Zucker in den Tee oder Kaffee geben (normalerweise wird mir süß und süß oft zuviel).
Die Gäste fanden leider den Zimtguß nicht so gelungen, das nächste Mal werd ich wieder meinen üblichen Vollmilch-Schokolade-Überzug machen. Und den weißen Zucker gegen braunen eintauschen, ich kann mir den leicht karamelligen Geschmack zu dem Zimt gut vorstellen.
Auf jeden Fall ein Rezept, das fest in meine Sammlung eingeheftet wird.





Dienstag
Vormittags schnell einkaufen und im Sozialkaufhaus vorbeigeschaut. Dort für 50 Cent ein leuchtend blaues Häkeldeckchen mit passendem Tischläufer gefunden, das paßt perfekt für meinen Honigtisch. Gleich umdekoriert und mich sehr gefreut, sieht so frisch und einladend aus.
Nachmittags mit unseren Gästen ins Museumsdorf nach Tittling gefahren, da wir an diesem trüben nebligem Tag die einzigen Besucher dort waren, konnten wir die 4 Hunde frei laufen lassen. Interessant war, dass Anni selber zwar oft an ihrer Tochter Lotti rumkritisiert, aber wehe eine andere Hündin wagt es - da wird sie richtig böse und sagt ihr die Meinung. Wie bei den Menschen läßt auch eine Hundemama nichts auf ihren Nachwuchs kommen.

Mittwoch
In der Nacht hat es leicht geschneit, aber zu wenig um schippen zu müssen. Der gestrige Nachmittag zeigt seine Spuren, statt wie sonst nach dem Morgenkaffee erwartungsvoll vor der Haustür zu sitzen, haben sich beide Hunde noch mal in ihr Körbchen verkrochen und ruhen. Ist mir auch recht, da kann ich die tägliche Hausarbeit gleich erledigen und nicht erst wenn ich selber müde vom Morgenspaziergang zurückkomme. Auch ein paar Jacken und Jeans gewaschen, wenn 4 Hunde bei Matschwetter ständig an uns hochspringen, hat man einen ziemlichen Verschleiß an frischgewaschener Kleidung.
Nachmittags gemütlicher Spaziergang bei uns an der Donau und daheim eine große Schüssel Kässpätzle gemacht, nach diesem Rezept, nicht original aber sehr lecker.

Donnerstag
Vormittags schnell einen Stapel Gartenbücher in die Bücherei zurückgebracht und einen Blick auf das Flohmarktregal dort geworfen. Zwischen all den John Knittel, Sandra Paretti und Vicky Baum Büchern ein altes Mädchenbuch gefunden und mich gleich riesig gefreut. Daheim dann festgestellt, dass ich natürlich genau dieses Buch schon habe. Vorsatz für die nächste Zeit: Ich muß endlich eine ordentliche Liste über all meine alten Mädchenbücher machen, damit ich nicht dauernd die gleichen kaufe und sie dann im Flohmarkt landen. Obwohl man damit natürlich auch wiederum andere glücklich machen kann.
Nachmittags mit unserem Besuch die Walhalla und die Altstadt von Regensburg abgeklappert und natürlich abends auch wieder geschlemmt. 
Freitag
Ein gemütlicher Tag, nicht viel gemacht, außer den zwei Hundespaziergängen natürlich. Aber sonst entspannt, geruht, geplaudert, gelacht, und vor allem tagsüber nur Obst gegessen. Abends Spaghetti gekocht und so langsam ans Abschiednehmen gedacht.


Samstag
Noch einen schönen langen Hundespaziergang und danach wieder traute Viersamkeit. Wie jeden Tag schnell mal durchgesaugt, das Frühstücksgeschirr weggeräumt und die Betten gemacht. Den Ofen geschürt und Holz nachgefüllt, im weichen tiefen Sessel versunken und ein wenig weitergehäkelt. Ein Frühlingsjäckchen soll es werden, auch von oben nach unten gearbeitet. Mit 5mm Nadel und Stäbchen wächst es für meine Verhältnisse relativ schnell, mal sehen wie weit die Wolle diesmal reicht. Hab leider nur je 5 Knäuel in Hellblau und Jeansblau und möchte nicht unbedingt eine dritte Farbe dazu nehmen. Das kommt davon, wenn man beim Kaufen nicht mitdenkt, aber noch hoffe ich und drück mir innerlich die Daumen.

Und heute ist schon Sonntag, eine ganze lange abwechslungsreiche Woche ist rasend schnell vergangen. Nächste Woche hab ich zwei Geburtstagskinder und mit all den Vorbereitungen und Kuchenbacken und Hochleben lassen, werd ich wohl zu nicht viel anderem kommen. Ich hätt zur Zeit so große Lust auf einen vorgezogenen Frühlingsputz im Haus, vielleicht fang ich anschließend gleich damit an. Und mit meiner Liste alter Mädchenbücher natürlich.

Habt einen schönen Sonntag und eine gute, lustige und erlebnisreiche nächste Woche, bis zum nächsten Mal!

09 Januar 2014

Ein (fast) fertiger Häkelpulli und fragwürdige Angorawolle

Dieses Jäckchen aus Kim Hargreaves Buch Smoulder hatte es mir gleich angetan, vor allem das kuschlige haarige flauschige Garn. Das stand ganz oben auf meiner Wunschliste, nur ist Angora Haze so teuer, dass ich es nicht mal eben so im Vorbeigehen kaufen kann, aber vielleicht vom Weihnachtsgeld oder als Geburtstagswunsch......
Und so war ich vor ein paar Tagen ganz entsetzt, als ich im Ravelry Forum die Diskussion bezüglich dieser Angora Wolle gelesen habe. Scheinbar hat Rowan sie wieder aus dem Programm genommen, obwohl sie ja erst letzten Herbst neu ins Programm genommen wurde. Und so fragt man sich natürlich, was die Gründe dafür sind.
Natürlich hab ich von der Herkunft der Angorapullis bei H+M gehört, aber ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass auch Strickwolle davon betroffen ist, irgendwie hab ich da nie von einem zum anderen gedacht. Eine Wollladen-Besitzerin sagte mir gestern, dass sie gleich bei Rowan/Coats nachgefragt hätte, aber auch keine richtige Auskunft bekommen hat. Dazu sitzt sie jetzt auf einem Berg Angora Wolle die sie selbst sehr fragwürdig findet und keiner will sie jetzt auch mehr kaufen.
Ich finde nicht nur die Praktiken in China schrecklich, sondern auch die Vorstellung, dass ich mit meinem an sich harmlosen Hobby auch den Tieren Leid und Schmerz zufüge. Die Vorstellung allein ist so grauslig und ich frage mich, wie man sich davor schützen kann, unbewußt Dinge zu tun oder zu kaufen, die einfach jenseits aller Diskussion sind. Da gibt es kein Für und Wider, da fehlen mir einfach die Worte und auch für keinen noch so tollen Schnäppchen-Ausverkaufs-Preis kommt mir so eine Wolle ins Haus.
Ich wünschte, auch wir deutschen Strickerinnen würden besser über diese Dinge informiert werden, auf Deutsch und nicht nur auf Englisch, und schon gar nicht nur durch Zufall darauf stoßen.

Auf der positiven Seite ist mein Häkelpulli jetzt fertig, so gut wie jedenfalls. Die Fäden müssen noch vernäht werden, der Kragen führt auch ein Eigenleben und muss vielleicht noch mal geändert werden. Und dann nur noch waschen und tragen und Fotos machen. Aber das wird noch ein Weilchen dauern, denn wie schon so oft drück ich mich noch vorm Vernähen und schlag schon mal die nächste Maschenprobe mit neuer Wolle an.

01 Januar 2014

Glücksmomente sammeln

Mit einem frostigen Morgen und einer sehr kurzen Nacht sind wir ins Neue Jahr gestartet. Draußen war alles mit Raureif überzogen und die Wiese und Wege gefroren, aber im Haus war es warm und kuschlig und der Kaffeeduft zog durch die Küche. Einen langen Morgenspaziergang an einem Weiher haben wir schon hinter uns, einen Abstecher zur Verwandtschaft für Neujahrsgrüße und ein paar Augenblicke Neujahrskonzert im Fernsehen. Dieser Tag hat schon immer was ganz Besonderes an sich, er liegt so blank und frisch und neu vor einem und lockt mit Verheißungen und Versprechen. Am 1.Januar hab ich immer das Gefühl, alles wär möglich, ein ganzes Jahr voller neuer Wege läge vor mir. Und nichts eilt, es bleiben immer noch 364 Tage.


Und natürlich hab auch ich auch ein bißchen Pläne geschmiedet, was ich heuer tun möchte, was ich lernen möchte, wohin ich gehen will. Manches zwar noch im Nebel wie die Landschaft draußen, aber so ein Erahnen ist schon dabei.
Und einen kleinen Stubs in die Richtung gab mir vor ein paar Tagen auch ein Artikel der Zeitschrift Flow über das Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen". Ja, nicht gerade ein aufmunternder Titel um damit ein neues Jahr zu begrüßen, aber vielleicht gerade deshalb voller Weisheit und zu Herzen gehend.
"Ich wünschte, ich hätte den Mut besessen, so zu leben, wie ich es gern gewollt hätte, anstatt mich ständig den Erwartungen anderer zu fügen."
"Ich wünschte, ich hätte nicht immer so hart gearbeitet."
"Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, häufiger meine Gefühle zu äußern."
"Ich wünschte, ich hätter engeren Kontakt zu meinen Freunden gehalten."
"Ich wünschte, ich hätte mir zugestanden, glücklicher zu sein."

5 Dinge, die in ihrer Aussage so einfach klingen, so unspektakulär, und doch ein ganzes Menschenleben in die eine oder eine ganz andere Richtung gleiten lassen. Ich möcht mir diese 5 Dinge an den Spiegel heften, sie mir immer wieder vorsagen und vor allem mit in mein tägliches Leben nehmen und versuchen, gerade diese Dinge nicht auch eines Tages denken und sagen zu müssen. Das wird sicher nicht einfach, denn meist huscht das Leben und der Alltag ja so an einem vorbei, dass man vieles Schöne und Gute und Wahre wieder vergißt.
Vor allem der letzte Punkt hat es in sich, sich selber nicht zuzugestehen glücklich zu sein. Ein Leben lang zu arbeiten und sich anzupassen und dabei das Lachen, das Freuen, das Genießen und Dahingleiten zu versäumen. Nicht den eigenen Träumen, Wünschen, Vorstellungen und Plänen zu folgen. Deshalb möchte ich ab sofort Glücksmomente sammeln, mir ganz bewußt machen, was mich glücklich macht, was mich ausfüllt und ganz warm ums Herz werden läßt. Und das sind keine gekauften Dinge, oder jedenfalls meistens nicht, das sind Erlebnisse und Gefühle und Tätigkeiten und eine ganz tiefe Dankbarkeit dafür, dass man sie erleben und spüren und tun darf.


Und deshalb, laßt uns doch auf die Suche nach unseren ganz eigenen, ganz individuellen Glücksmomenten gehen, was macht uns Freude, was läßt uns aufblühen, was macht unser Leben rund und erfüllt. Eine warme kleine Kinderhand in unserer, ein Strauß Wiesenblumen am Frühstückstisch, ein Hund der sich an einen kuschelt, ein paar Johannisbeeren vom Strauch und ihr säuerlich-süßer Geschmack im Mund, eine Umarmung eines lieben Freundes, ein Wiedersehen, der Duft von frischgebackenem Kuchen im Haus, einfach nur unterm Apfelbaum liegen und den Wolken nachschauen. Jeden Moment davon auskosten und genießen, ohne Kamera und ohne ein Foto für Blog/Instagram/Facebook, wobei es natürlich auch schön ist, andere daran teilhaben zu lassen. Aber nicht genau in diesem einen Moment, der sollte nur ganz tief ins eigene Gedächtnis geschlossen werden.

Ich wünsche Euch heute, an diesem ersten frischen jungen Tag des neuen Jahres, 365 Tage voll kleiner und großer Glücksmomente, ab und zu möcht ich meine hier mit euch teilen. Mein Vorsatz für 2014.