01 Februar 2014

Ein blauer Häkelpulli und hüpfende Hunde

Heute hatte ich endlich mal Gelegenheit meinen neuen blauen Häkelpulli auszuführen. Bei uns hier in den Bergen war strahlender Sonnenschein, unten an der Donau war das Wetter eher bescheiden. Und deshalb gleich die Hunde geschnappt und ein paar Fotos für Euch gemacht.



Die Fakten:
- in Spiralrunden gehäkelt mit Nadel 3,5mm für den oberen Teil, ab der Teilung für Körper und Ärmel mit Nadel 4mm weitergehäkelt
- Wolle von Lana Grossa, Cool Wool, insgesamt 12,5 Knäuel
- gehäkelt auf der Grundlage der Anleitung für den Cropped Cardigan
- Maschenanschlag für erste Runde (Halsausschnitt): 15-40-15-40 Maschen
- bis zur Teilung von Körper und Ärmeln insgesamt 25 Reihen Stäbchen gehäkelt


Die Vorteile:
- das Häkeln in Runden zieht sich zwar manchmal, aber macht gleichzeitig auch Spaß, weil man jederzeit anprobieren kann.....
- ....oder auch wieder mal auftrennen, ohne nachher 368 Maschen wieder sorgsam auf Stricknadeln auffädeln zu müssen
- und für die Ärmel hab ich öfter mal wieder ein wenig aufgetrennt, ich wollt sie nach unten hin schön schmal haben und mit Häkeln - kein Problem
Die Nachteile:
- gibt es eigentlich nicht. Ich dachte zuerst, dass durch die 12,5 Knäuel ein zu schweres Gewicht entsteht und dass das den Pulli recht ungemütlich machen würde. Ist aber überhaupt nicht der Fall, er trägt sich sehr angenehm und auch beim Waschen hat die Wolle gar nicht mal so arg gelabbert wie damals das gleich Garn bei meiner Wurm-Mütze.
Fazit:
- für mich ein rundum gelungener Häkelpulli, ich fühl mich sehr wohl darin, sowohl vom Schnitt her wie auch von der Garnqualität
- die Ärmel sind bewußt 3/4 Länge, nicht dass ihr denkt ich hätt da was übersehen
- das Schöne ist für mich auch, dass er einfach so von mir zusammengestoppelt wurde und dadurch ein richtiger Alltagspullover geworden ist, den ich sicher oft tragen werde. Stricke ich nämlich einen Pulli Masche für Masche nach Anleitung, mit richtiger Armkugel und kleiner Taillierung, dann bin ich nachher selber so von dem Ergebnis begeistert, dass ich das gute Stück sofort und für immer "schonen" muß, damit er nur ja seine Form und Farbe behält. Nichts soll den perfekten Anblick stören und so fristet er meist jahrelang ein Dasein im dunklen Schrank, auch wenn ich mich jedesmal wieder darüber freue wenn ich beim Öffnen desselben das zusammengelegte und mottengeschützte Teilchen sehe.

Anni und Lotti haben mir beim Fotografieren bereitwillig assistiert und wir bedanken uns ganz herzlich für Euer Interesse!