29 Dezember 2013

Farbe im Haus, ein alter Weihnachtsstern und der Versuch eines Häkelpullis

In der Adventszeit und natürlich auch Weihnachten mag ich es immer ganz traditionell: viel Rot, viel Grün, ein bißchen Gold und Glitter, viele Tannenzweige, Äpfel und Kiefernzapfen auf den Fensterbrettern, ein bißchen Moos dazu und natürlich überall kleine und große Kerzen.
Aber kaum sind die Feiertage vorbei, dann hab ich solch eine Sehnsucht nach anderen Farben, Gerüchen und Dekorationen. Heuer hab ich mir vorsorglich schon Mitte Dezember ein paar kleine Hyazinthen gekauft, leider nur ein Töpfchen davon. Denn jetzt hätt ich gern alle Fensterbretter im Haus voll damit, so schön ist ihre Farbe und mit dem milden Wetter draußen bringen sie schon ein wenig Frühlingslicht ins Haus.

Gut, ich hab auch noch meinen alten Weihnachtsstern und der macht auch viel Freude. Den hab ich letztes Weihnachten geschenkt bekommen und meist entsorgt man diese Pflanzen ja nach der Winterzeit in der Biotonne. Heuer hab ich aber mal das Übersommern probiert und wie es scheint, hat es gut geklappt. Zwar nicht mehr so üppig wie letztes Weihnachten, aber immerhin.
Tipps zum Übersommern: Alle Äste um gut 2/3 zurückschneiden und mit dem Feuerzeug kurz abflammen, damit die Pflanze nicht ausblutet. Dann an ein Nordfenster stellen und so gut wie nicht mehr beachten, ab und zu ein Schlückchen Wasser. Wenn dann die ersten Blättchen wieder kommen, etwas mehr gießen, ab Oktober dann wieder normal und auch ab und zu düngen. (Düngen hab ich meist vergessen, vielleicht ist er deshalb nicht mehr so prall und üppig) Und so steht einem gelungenen Auftritt beim nächsten Weihnachten nichts mehr im Wege.
Und da gestern die Geschäfte offen hatten, waren wir auch ein wenig stöbern und ich hab diese neue Zeitschrift entdeckt. Sie wird angepriesen als "das Magazin für Frauen, die das Leben anders sehen wollen". Allein dieser Satz wär ja eigentlich ein Grund, die Zeitschrift NICHT zu kaufen, aber ich hab´s dann doch getan, vor allem weil ein Artikel über Häkelblogs drin ist. Außerdem ein nettes Notizheft, Geschenkpapier und Aufkleber. Und heut früh hab ich sie auch schon mal ein bißchen angelesen und durchgeblättert, finde sie recht nett, mal wirklich ein wenig was anderes, ein Sammelsurium von Texten über Achtsamkeit, Liebesdingen (müßt ich jetzt nicht haben), den Augenblick genießen statt ihn für Facebook und Twitter festzuhalten, einer Ode an den Wasserkessel, über Frauen in den 20er Jahren in Paris und über das schon erwähnte Häkeln.
Doch, irgendwie ist das schon eine sehr nette Zeitschrift, von allem etwas und alles irgendwie zwar schon mal gelesen oder gehört, aber immer wieder interessant oder erinnerungswürdig. Am besten hat mir der Artikel über den Wasserkessel gefallen, da ich auch weder Mikrowelle noch Kitchen Aid besitze, auch keinen Milchaufschäumer, Wasserkocher und schon gar keine Kaffeemaschine. Alles noch richtig altmodisch von Hand gebrüht. Aber wie sagte schon Tim Mälzer mal in einer seiner Sendungen, es ginge doch nichts über einen guten einfachen Kaffee, mit der ganzen italienischen Plörre kann man ihn jagen. (Sinngemäß halt, nicht Wort für Wort, aber die i.Pl. hab ich noch fest im Gedächtnis)

Auf jeden Fall, wer mal in Flow reinschauen will, hier ist der Link dazu.


Es gibt auch noch einen Fortschritt bzgl. meines geplanten Häkelpullis. Ich hatte schon ein paar Strickmuster probiert, weil Häkeln doch nicht das Richtige schien, als mir plötzlich wieder der Cropped Cardigan eingefallen ist, den ich vor 5 Jahren gehäkelt habe. Und nach ein bißchen Rechnen und Probestücken, hab ich jetzt über die Feiertage doch schon etliche Reihen fertig, oder besser gesagt Runden, denn ich häkle jetzt alles in Spiralrunden sozusagen, damit man die Übergänge der einzelnen Reihen nicht sieht.
Der einzige Nachteil am Häkeln ist, dass man wahnsinnig viel Wolle verbraucht und dass der Pulli dadurch auch ein ganz schönes Gewicht haben wird. Aber bis jetzt macht das Arbeiten daran noch so viel Spaß, dass ich mich einfach nicht zum Auftrennen entscheiden kann. Vielleicht im nächsten Jahr.

Und in diesem Sinne nochmals einen guten und gelungenen Rutsch ins Neue Jahr, kommt alle gut rüber!









21 Dezember 2013

Fröhliche Weihnachten!

Am kürzesten Tag des Jahres möchte ich mich in die Weihnachtsferien verabschieden. Im Moment ist es hier sehr kalt und frostig, jede kleine Pfütze ist gefroren und jedes einzelne Blättchen von Raureif überzogen. Schön ist das, so winterlich und still und leise.

Ich wünsche allen, die hier lesen, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alle guten Gaben für´s Neue Jahr. Mögen Eure Wünsche, Hoffnungen und Träume sich 2014 erfüllen!

15 Dezember 2013

Diese grauen, nebligen Dezembertage

Grad heute hat eine Nachbarin zu mir gemeint, dass dieser ewige Nebel die letzten Wochen über ihr schon sehr auf´s Gemüt schlägt. Man kann nichts draußen machen, sitzt immer nur im Haus rum und die Decke fällt einem auf den Kopf. Und ich - ich mußte zugeben, dass es zur Zeit nichts Schöneres für mich gibt als wieder so einen grauen, tristen, nebeligen Tag. Denn nach einem langen Spaziergang mit den Hunden morgens im Wald kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als es mir dann in der warmen kuschligen Küche gemütlich zu machen. Da könnte ich ganze Wochen verbringen, da macht es mir sogar Spaß riesige Berge von Geschirr zu spülen. Das Radio läuft, die Hunde schlafen friedlich und satt hinter mir auf ihren alten Decken, der Wasserkessel summt und ich gönn mir immer wieder eine kleine Pause mit Kaffee und Leckereien.

Denn jetzt hab ich so richtig Zeit und Lust, die letzten Bilder in mein Weihnachtsheft einzukleben, ich blättere in alten Zeitschriften und Gartenbüchern, ich schreib Weihnachtskarten oder telefoniere ausführlich mit einem lieben Menschen, ich hol mir sogar das Bügelbrett runter und lauf zehnmal die Treppe auf und ab für die Wäsche, das Bügeleisen, Verlängerungskabel und Wassertank, um ja nicht woanders die nächsten Stunden verbringen zu müssen. Ja, ich mach mich sogar an den großen Berg Flicksachen, stopf da ein Loch in den Socken, nähe fehlende Knöpfe wieder an und versuch mich sogar am Einsetzen eines neuen Reißverschlusses. Jetzt hab ich alle Zeit der Welt dafür, schön eines nach dem anderen.

Gebacken hab ich auch immer wieder, es gibt an solchen Tagen wohl nichts Netteres, als einen Kuchen im Ofen, der langsam braun wird und seinen guten Duft verströmt. Ausprobiert hab ich den Bananenkuchen von Annabel Langbein, das war für uns aber leider nicht so der Hit. Er war zwar saftig und das Backen selber hat Spaß gemacht, aber gebackene Bananen waren überhaupt nicht unser Geschmack. Ich könnte Bananen zwar pfundweise essen, aber wie ich gemerkt habe, nur roh und am liebsten einfach so aus der Schale. Aber wer Bananenkuchen mag, für den ist das sicher ein tolles Rezept.
Dafür war der Spekulatius-Nougat-Marzipan-Guglhupf ein absoluter Gewinner. Ich hab ihn zu einer Adventsfeier mit Freunden mitgebracht und alle wollten das Rezept. Er ist saftig, das Marzipan schmeckt darin himmlisch, die Spekulatius lassen Weihnachtsgefühle aufkommen und man ist zwar schon pappsatt, aber ein kleines Stückchen davon geht schon noch. (Meine Änderungen am Rezept: den Rum weggelassen, da keinen zuhause - statt Orangeat einen Apfel kleingeschnitten, denn Orangeat, Zitronat und Rosinen sind mir schon immer ein Greuel, aber Apfel hat auch wunderbar gepaßt) Auf jeden Fall, das wird jetzt unser Weihnachtsklassikkuchen. (Vielen Dank, liebe Gisela, DANKE für den Link zu diesem tollen leckeren Rezept!!!)

Ja, und dann probier ich auch grad rum mit einem Häkelpulli. Ich hab schon seit Jahren herrliche hellblaue Wolle von LanaGrossa in meinem Vorrat und wollte mir davon immer ein Jäckchen stricken. Die Erfahrung mit meiner Wurm-Mütze hat aber gezeigt, dass diese Wolle leider nach der Wäsche ziemlich arg leiert und ich hab mir gedacht, gehäkelt hält er vielleicht besser die Form als gestrickt. Und natürlich häkle ich nicht gleich los, sondern mach mir viele Gedanken wegen den Maschen - Stäbchen oder feste -, dem Schnitt - in Runden gehäkelt oder Einzelteile-, den Nähten - wie bekomm ich bei Stäbchen eine schöne Naht hin-, usw. usw. Manchmal geh ich mir selber auf die Nerven mit meinen Grübeleien, statt einfach mal anzufangen, mach ich eine Maschenprobe nach der anderen, plane und kritzle und schreibe, nur, um es am nächsten Tag wieder vollkommen anders zu planen. Aber jetzt ist ja noch eine Weile Winter, die nebligen Tage werden uns hier noch länger erhalten bleiben, und ich kann noch viele viele Stunden in meiner Küche sitzen und mir alles nochmal und nochmal durch den Kopf gehen lassen. Macht ja irgendwie auch wieder Spaß.

Ich wünsch Euch noch einen schönen, gemütlichen Adventabend und eine gute, erfolgreiche letzte Woche vor dem wichtigen Tag!

02 Dezember 2013

Haferkekse mal mit und mal ohne und eine neue Mütze

Zur Adventszeit gehört ja abends ein bißchen was zum Knabbern dazu, und da ich mit klassischen Weihnachtsplätzchen bisher kein rechtes Glück hatte, hab ich mich auf "Cookies" verlegt. Die machen riesig Spaß, sind ratzfatz gemacht und schmecken so gut, dass ich ständig am Nachbacken bin. Unser neuester Liebling sind die Haferkekse nach einem Rezept von Attic24 und schon der erste Versuch war erfolgreich. Ich hatte zwar weder Trockenobst noch Rosinen im Haus, dafür aber noch eine uralte angebrochene Packung soft brown sugar und grad dieser Zucker in Verbindung mit dem Honig (den wir als Imker ja reichlich haben) macht den besonderen karamelligen Geschmack aus. Da ich keine Mikrowelle habe, hab ich die Butter, den Zucker und Honig einfach bei kleiner Flamme am Ofen schmelzen lassen und es hat alles wunderbar geklappt.
Die zweite Ladung davon gab es dann mit getrockneten Cranberries, auch die Häufchen hab ich diesmal dicker gemacht, so hatte man mehr vom weichen Teig und die Beeren schmeckten richtig gut. Gebacken diesmal nur 10 Minuten statt vorherigen 12 - ohja, genauso werden sie jetzt fest übernommen und ich kann euch wirklich nur ans Herz legen, das Rezept auch mal zu probieren.

Gestrickt hab ich auch ein wenig, eine kleine Mütze aus Tweed-Resten.Es war Liebe auf den ersten Blick bei mir, als ich Pretty bei Kim Hargreaves gesehen habe, vor allem das kuschlige Garn hat es mir angetan und trägt wohl viel zum Charme dieses Mützchens bei. Nur leider hab ich keine solche Wolle und ich hab mir auch fest vorgenommen mal eine Zeit lang nichts Neues mehr dazuzukaufen. Also gab es erst mal einen langen Blick in meinen Vorrat und verschiedene einzelne Tweedwolle-Knäuel von Rowan gaben dann den Ausschlag.
Gestrickt hab ich sie durchgehend mit 3,5mm Nadeln, auch den Rand, würd ich beim nächsten Mal vielleicht mit 3er Nadeln machen. Er paßt zwar jetzt perfekt, aber Bündchen neigen ja ein wenig zum Leiern und kleinere Nadeln wären für´s Vieltragen vielleicht besser gewesen.
Da mir die Baskenmützen von KH bisher immer zu weit und reichlich waren, hab ich die Zunahme schon bei 151 Maschen beendet, sonst aber genau die Reihenanzahl eingehalten. Dadurch ist sie ein bißchen weiter, aber eben nicht so weit, dass sie in dickem Bausch in den Nacken hängt.
Für den Bommel hatte ich noch einen winzigen Rest von der Schalwolle und so passen die beiden auch wieder gut zusammen.
Alles in allem ist sie genau so geworden wie ich sie mir vorgestellt habe und ich mag sie richtig gern.

Und irgendwie passen Haferkekse und Tweedmützen ja auch zusammen - oder findet ihr nicht?