14 April 2006

Morgenstund hat Gold im Mund


Ich weiß nicht, wie es euch am frühen Morgen so geht, aber ich komme immer furchtbar schwer aus dem Bett. Der Wecker muß erst mal eine halbe Stunde lang im 5-Minuten-Takt klingeln, bis ich aus den Federn krieche. Egal, wie früh ich auch ins Bett gehe, am Morgen könnt ich ewig weiterschlafen.
Außer am Wochenende, oder wie heute am Feiertag. Egal, wie spät ich da ins Bett gegangen bin, im Morgengrauen sitze ich meist schon gutgelaunt bei meinem Kaffee. Irgendwie scheint meine Psyche ihr eigenes Spiel zu spielen. Aber heut war es mir grad recht, so konnte ich in den friedlichen frühen Stunden meine Jacke fertignähen.

I don´t know how you are doing at the morning, but for me it is so hard to rise. My alarm had to ring every 5 minutes for half an hour till I get my feets out of the cosy, warm bed and my eyes open. It doesn´t matter how early I went to bed, in the mornings I could sleep forever.
Not so at the weekends or like today, on holidays. I doesn´t matter how late I went to bed, at daybreak I am sitting already in my kitchen with a large pot of coffee. My psyche seems to play her own games. But today I was very pleased with it, in this calm and peaceful morning hours I finished my cardigan.





Worauf ich diesmal besonders stolz bin, ist die Geduld die ich dabei bewiesen habe. Ich habe die Ärmel sogar nach dem Einsetzen und Zusammennähen wieder aufgetrennt und ein ganzes Stückchen gekürzt, etwas, was ich normalerweise nie tue, lieber kremple ich. Das ist das Schöne an euren Blogs, ihr spornt mich an, auch zu versuchen, mein Bestes zu geben.

One thing I am very proud of, is the patience I have shown. For the first time I shortened the sleeves AFTER already sewing them to the body, that means I undid the sewing, ripped the sleeves, and sewed them again. Usually I don´t care about things like long sleeves or crooked seams, but here I wanted to do my best. That´s your merit, your are always showing so perfectly finished objects on your blogs that I wanted to do the same.



Was mir nicht so gut gefällt, ist die Kragennaht. Ich kann zupfen so viel ich will, immer rutscht der Kragen doch wieder nach hinten, und die Naht ist zu sehen. Ich hab ihn jetzt mit ein paar Stichen am Jackenoberteil befestigt, so ganz optimal ist das noch nicht, vielleicht hat eine von euch eine bessere Idee und mehr Erfahrung in diesen Dingen.
Die Anleitung von Debbie Bliss war sehr einfach und gut nachzustricken, ich hab auch zum allerersten Mal ohne jede Änderung genau nach Anleitung gestrickt (halt bis auf das Kürzen der Ärmel). Und trotz der enormen Menge an Wolle ist sie erstaunlich leicht geworden. Ich habe nicht die Debbie Bliss Wolle verwendet, sondern eine aus meinem Vorrat. Die habe ich vor vielen Jahren mal für eine geplante Decke gekauft, und jetzt war ich froh, daß ich 30 Knäuel davon hatte, bis auf ein paar Reste ist alles verbraucht. (Schon das allein gibt mir ein gutes Gefühl!)

One thing I don´t like so much is the seam of the collar. I can tug at it as much as I like, it is still sliding back and showing the seam. I fixed it now with some stitches, but that´s not the best result, so maybe you have more experiences with that kind of things and can advice me.
The instruction itself was written very simple and understandable, and it was also the first time I did everything right as it was written there (okay, the sleeves I have shortened). And although I needed an enormeous amount of yarn, the cardi is surprisingly lightweighted. I didn´t used the Debbie Bliss Yarn, I used a very old yarn out of my stash, I bought it once to crochet a blanket and so I had happily 30 skeins of it. I used them nearly up (only some half-skeins left), and this is a good feeling, too.




Ansonsten liebe ich sie, sie ist sehr sehr warm und bequem, ich nehm es auch gelassen hin, daß ich damit eigentlich aussehe wie das Michelin-Männchen. Jetzt kommt sie erst mal in die Waschmaschine, nächste Woche geht´s bei uns auf die Reise, und da muß sie mit.


So besides the collar-seam I absolutely love her, she is very warm and comfortable, even if I look a bit like the Michelin-man. She will have her rounds in the washing-machine now, because on monday or thursday we will have a short-trip to East-Germany and I won´t go without her. (She is old enough to get to know the world with me.)



Deshalb möcht ich mich hier auch gleich für die nächsten beiden Wochen verabschieden, Urlaub ist angesagt bis Anfang Mai. Wir werden ein paar Tage wegfahren und wollten die restliche Zeit zuhause sein und den Garten wieder herrichten, aber gestern abend kam das Thema auf, wie schön es doch wär, jetzt irgendwo in Italien bei einem Gläschen Rotwein zu sitzen, und ich glaube wir werden doch nicht so viel Zeit daheim verbringen. Ich werd euch vermissen, das weiß ich jetzt schon. Ein klein wenig werde ich jetzt direkt wehmütig, es ist wie früher in der Schule, als man sich zwar auf die Ferien freute, sich aber gleichzeitig nicht von seinen Freunden trennen wollte. So aber hoffe ich, daß ich zumindest ab und zu von irgendwo einen Blick auf eure Blogs und all das Neue, Schöne und Interessante werfen kann.


And because of that I want to say Good-Bye to you, I am leaving for about 2 weeks. It´s vacation-time in my house, we have planned to make some short-trips and spend the rest of the holidays at home to restore the garden. Yesterday night we thought about how nice it would be now to be in Italy, a small bar, a glass of red wine, a tender night and then a short walk in the warm night back to a cosy hotel, - so maybe we will spend not a lot of time at home.
I will miss you, I miss you even right now. It´s like those days at school, when you are cheering up having long sunny holidays and at the same moment don´t want to part with your friends. I am getting a bit melancholic now and I hope, that somewhere I can get a glance of the latest news and beauties and all the interesting things on your blogs though.
Ich wünsche euch ein Frohes Osterfest, sonnige Frühlingstage und viel Zeit, Lust und Liebe zum Stricken, Nähen und all den anderen schönen Dingen. Bis bald!


I wish you Happy Easter, bright springdays and a lot of time, heart and soul to knit, sew and do all the beautiful things we love. See You!

09 April 2006

A long post of Vintage Style

Als allererstes möchte ich mich für all die lieben, freundlichen und schönen Komplimente zu meinem Buchumschlag bedanken. Das war für mich so überwältigend und hat mich so gefreut. Auch eure Ideen für neue Notizbücher und Ordner waren so toll, ich kann immer wieder nur staunen, was ihr alles macht und wie sehr ihr mich inspiriert. Ein ganz ganz dickes DANKE SCHÖN an euch!

First of all I want to thank you for all your lovely, friendly and nice comments about my book cover. I was so delighted and happy about it. And I liked your ideas and advices for and about those books and files. It is fantastic what you all are doing and how much you are inspiring me. A big and deep from my heart THANK YOU to you all!



Heute muß ich gestehen, ich hab eine große Leidenschaft, und das ist der Vintage Style. Das Wort braucht nur irgendwo in einem Buchtitel oder in einer Anleitung auftauchen (closed with a Vintage button), und schon muß ich es haben.


Today I have to confess, that I have a real big passion, and it is Vintage Style. If this word is on a bookcover or included in a knitting-instruction (the cardigan is closed with a Vintage button), I have to have it.



Angefangen hat alles ganz harmlos vor vielen Jahren. Nach meiner schon erwähnten Vorliebe für Laura Ashley, David Hamiltons Weichzeichnerfotos und Sarah Kay Briefpapier, zog ich als hoffnungsvolle Studentin nach München. Nach den Jahren in meiner kleinen gemütlichen und auch ein bißchen rückständigen Geburtsstadt war das eine ganz neue Welt für mich und änderte mein Leben. Ich entdeckte neue Welten und Stile, paßte mich an, und änderte meinen Geschmack. Ich färbte mir die Haare knallrot und trug von Kopf bis Fuß nur noch schwarz. Ich richtete eine wunderschöne Altbauwohnung sehr minimalistisch ein, sogar das Bad bekam einen schwarzlackierten, glänzenden Holzfußboden. Die ganze Wohnung war in schwarz, weiß und viel Chrom, die einzigen Farbtupfer waren grüne Pflanzen. Ein befreundetes Paar, das sich gerade ein Haus gekauft hatte, fand den Stil so toll, daß sie ihn übernahmen und bis heute beibehalten haben. Damals gab es das Modewort "cool" noch nicht, aber wir hielten uns dafür, die Einzigen, die wußten was Zeitgeist ist. Fürs Wochenende gab es ein kleines Häuschen auf dem Land. Ganz tief im Herzen liebte ich es sehr, die gemütliche Einrichtung, das Geschirr mit dem Wildrosenmuster, den Garten, das einfache Kochen mit und für Freunde, die kuschligen Ecken. Aber das war nicht cool, wir verließen die Stadt am Wochenende nur, um all den vielen "Landeiern" zu entfliehen, die sie dann bevölkerten.

It all begun very harmless some years ago. Let´s go back to my Twenties. With my special liking of Laura Ashley, the pictures of David Hamilton and my note paper from Sarah Kay I moved to study in Munich. With the background of growing up in a small, comfortable and backwarded town this changed my life and taste radical. I discovered new styles, art and fashion, new kind of peoples, museums, theatres, every thing was so different. By chance I met again a friend from boarding-school and she was so sophisticated. I dyed my hair brightly red and wore nothing but black. I furnished and decorated my new dwelling in white and black and a lot of chrome, even the wooden-floor of the bathroom I`ve painted in shimmering black. The only allowed colours where from some plants, without blossoms of course. An intimate couple, which just have bought a house, liked it so much, adopted it and kept it till today. We were really "cool", although this word was not in fashion at this time. The weekends where mostly spent out in the country, and deep in my heart I loved it so much. The houses, the kitchen, the cooking with and for friends, the old china with roses, the garden, but this was NOT "cool". We only used our country-house for being not in town at the weekend, where all the country-people are crowding it.




Zehn Jahre später zog ich wieder um, und schon aufgrund meiner Arbeit mußte ich mir ein bißchen farbenfrohere Kleidung zulegen. Und komischerweise gewöhnte ich mich schnell daran, auch in meiner neuen Wohnung wieder ein bißchen Farbe haben. Die Küche wurde eidottergelb, und im Wohnzimmer hatte ich viel rot. Meine Vorliebe für die kräftigen Tricia-Guild-Farben wuchs praktisch stündlich. Ich strickte und häkelte Kissen und Decken, und dabei hatte ich eines Tages ein Deja-vu. Die Farben eines Kissens erinnerten mich irgendwie an meine Kindheit. Es war das Blau, das so anders war als all die modischen Töne, und auch das Rot und Naturweiß dazu waren irgendwie altmodisch. Auch meine gleichaltrigen Freunde fanden die Farben so schön und heimelig. Und dann fiel es mir wieder ein, ich hatte mal ein Kleidchen, das war genau in diesem Blau, mit roten und weißen Tupfen. Es war wie eine Erleuchtung, ich hatte sie gefunden, die Farben die ich am meisten liebe, und all die Erinnerungen an gemütliche Wohnungen in denen ich leben wollte. Ich machte mich auf die Suche nach Stoffen und viel mehr Wolle in diesen Tönen aber es war schwierig, sie waren einfach nicht modern. Und dann entdeckte ich im Internet das Wort "Vintage". Erst einmal mußte ich herausfinden, was Vintage eigentlich bedeutet (ehrlich gesagt, kann ich es heute noch nicht richtig definieren), aber es war um mich geschehen. Entweder macht mich das Alter sentimental oder ich bin im Grunde meines Herzens ein kleines Mädchen geblieben. (Beides klingt nicht sehr schmeichelhaft, aber anscheinend bin ich so.) Ich kaufte die Shabby-Chic-Bücher von Rachel Ashwell und Christina Strutt, aber sie waren immer noch nicht genau das, was ich suchte. Die Worte darin ja, (Erinnerungen an die Vergangenheit, als Qualität noch zählte, eine Abkehr von der Wegwerfgesellschaft, Dinge die mit Liebe und Sorgfalt von Hand gemacht sind usw.) aber ich mochte nicht den aufgesetzten, künstlich hergestellten Shabby-Look. Meine Möbel sollten ihn von mir und meiner Familie im Laufe der Zeit erhalten, nicht von vornherein auf alt getrimmt sein. Außerdem waren mir die Farben zu blaß. Ich liebe helle, lichte Räume, aber sie müssen auch viele kräftige Farbtupfen besitzen. Bei den "Vintage Knits" mag ich die Schnitte, aber auch hier gefallen mir oft die Farben nicht, so düster und trist.

Ten years later I moved again, back to the country. Because of my work I had to change the colour of my clothes, and day by day I liked it more. I decorated my new dwelling with a splash of colour, also more and more, for the kitchen I liked a lot of egg-yolk-yellow and my living room had a lot of reds and pinks. My love for the bright Tricia-Guild-colours started and I re-started to knit and crochet, mostly striped blankets and cushions. And one day I had a deja-vu. I crochetted a cushion cover and the colours reminded me of my childhood. It was because of the blue, it was so different from all the fashion-shades in blue. And the choosen stripes of red and white were so oldfashioned, too. Friends of the same age liked the colours and said they are so nice and homely. And then I remembered, I once had a dress in exactly the same colours, it was blue with white and red polka-dots. This was my enlightenment, these are the colours of my heart, all my childhood-memories of cosy homes are the only way I want to live in. So I begun to look for fabrics and yarns in the matching colours, but it seemed impossible to find them again. At the internet I found a new word, and it was "Vintage". First I had to figure out what it was meaning and after that I decided, this is the right thing for me. Maybe because I am becoming very sentimentel with ongoing age or deep in my heart I am still a little girl. (Both are not very charming describtions of me, but anywhere they seem to be very me!) I bought the Shabby-Chic-books of Rachel Ashwell and Christine Strutt, but it wasn´t exactly what I was looking for. I loved the words for introducing me the Vintage Style (Comfortable, the beauty of imperfection, the appeal of simple living, past times when quality was high waged, handmade-things with love and heart), but I didn´t liked the shabby-look. I want my furnishings to become old by me and my familiy and not by design. And the colours are a bit too faded for my taste, I love light rooms, but I also need a splash of real bright colours to feel comfortable. The same with Vintage-knitting-instructions. I love the shape and the style, but not this dull and muddy brown and deep-lilac colours. My past isn´t drawn in sepia.



Und dann hab ich dieses Buch entdeckt, und es war als hätte ich meine Seelenfreundin gefunden. Die Farben, die Stoffe, genauso waren die Tischdecken und Kissen in meiner Kindheit, ich habe die gleichen rot/weißen Töpfe, umhäkelte Bügel, sogar die gleichen roten Küchenstühle, nur hab ich meine vor ein paar Jahren gelb gestrichen. Und genau wie sie kann ich mir zwar keine Telefonnummer merken, aber ich erinnere mich ganz genau an das Muster von Gardinen, die ich vor Jahren mal gesehen habe. Ich glaube, ich bin ihr größter heimlicher Fan, ich brauch ihr Buch nur durchblättern und schon fallen mir viel zu viele Dinge ein, die ich auch noch machen könnte. Ich wünschte, wir hätten hier einen Cath-Kidston-Laden, ich würde Stunden und Tage dort verbringen, und vor allem würde ich für mein Leben gern mal bei ihr zuhause eingeladen sein. Könnt ihr euch deshalb meine Begeisterung vorstellen, als ich 2 Blogs entdeckte, die meine Liebe für Cath Kidston, Greengate, Rice und Vanessa Arbuthnott teilen. Sie haben beide absolut fantastische Wohnungen, ihr müßt sie euch anschauen, ich würd sofort in jeder davon einziehen. Besucht auch ihre Flickr-Seiten, da gibt es noch viel viel mehr Bilder, besonders beeindruckend finde ich die Vorher-Nachher-Fotos.


Then one happy day this book found it´s way on my coffee-table. I love it, love it, love it. It was like meeting a kindred soul. Her colours, her fabrics, these are the table-cloths and cushions of my childhood, I have the same enamel pans, crochetted coat hangers and blankets, I even have the same red kitchen-chairs, although I have painted them yellow some years ago. And like her I can´t remember telephone-numbers but exactly the pattern of some curtains I have seen some years ago. I think I am her biggest secret fan, with every leafing through her book I find hundreds of new ideas. I wish I could visite one of her shops or the best would be to be invited in her home.Can you imagine how exciting it was for me to find 2 blogs, which are sharing my absolute deep adoring for Cath Kidston, Greengate, Rice and Vanessa Arbuthnott. Both have fantastic and wonderful homes, so beautiful that I would like to move in immediately. Please go and have a look, and visite also their Flickr-site-slideshows, there are a lot more pictures, especially impressing for me are the Before-After-Ones.

Das sind die Blogs/ These are the blogs: Posy und/and Yvestown


06 April 2006

Für jeden Topf das passende Deckelchen

Wie jede, die strickt und handarbeitet, hab ich viele Ideen, die ich alle noch irgendwann einmal verwirklichen möchte. Und so schreib und mal ich Zettel voll, mal da und mal dort, in Blöcke, Notizbücher und auch mal auf alte Umschläge. Auf jeden Fall ist das ein heilloses Durcheinander, und wenn ich was suche, finde ich es nie. Aber ich hab auf den verschiedensten Blogs schon öfter gesehen, daß sich manche Ordner oder Bücher anlegen, in die sie alles einkleben, was ihnen so durch den Sinn geht, was ihnen gefällt und auf die sie immer wieder zurückgreifen können.

Like every one, who is knitting and crafting, I have a lot of ideas I want to realize one happy day. And therefore I am writing and drawing on many slip of papers, here and there, in notebooks, blocks and old envelopes. They are all in a real disorder and I never find again what I am looking for at the moment. On some blogs I saw, that a lot of you have a better system for that, books and files, where all the relevant, necessary, interesting and inspiring things are held together.

Also hab ich mir ein altes, (fast) leeres Buch rausgesucht, ein bißchen Stoff, ein paar bunte Bänder, Knöpfe, Stickgarn und einen freien Nachmittag.

And so I took an old and nearly empty book, a bit of fabrics, some bright ric-rac and lace, buttons, floss and a free and quiet afternoon.

Am Abend hatte ich dann das hier fertig. Zwar wellt sich der Stoff ein wenig und meine Nähte sind nicht ganz so, wie sie sein sollten, aber es hat richtig Spaß gemacht. Wenn ich es nicht unbedingt gestern noch hätt fertigbringen wollen, hätte ich am liebsten noch ein paar Borten mehr drauf genäht, oder kleine Stickereien. Aber ich war schon so gespannt, ob es überhaupt passen würde. Und ist es nicht eigenartig, wenn ich einen abgerissenen Knopf an eine Bluse oder ein Hemd annähen soll, wehre ich mich wochenlang, bis mir das arme Ding schon richtig leid tut oder es dringendst mal wieder gebraucht wird. Und hier nähe ich Knöpfe rein zum Spaß an. So sieht es von vorn aus,

At the evening my new book -cover was done. The fabric is still a little wavy and my seams are not as they should be, but I enjoyed doing it. If I wouldn´t have tried to get it ready till the evening in any case, I would have used more ric-racs and buttons, and maybe also a small embroidery. And isn´t it funny, if I have to sew a loose button on a shirt, the poor thing is laying weeks beneath my sewing-basket - and here I sewed on buttons just for fun! So, this is how it looks at the front,

und so von hinten. Die "Suzi O." Wäschezeichen hab ich mir mal in Erinnerung an meine Kindheits-Ambitionen machen lassen. Als Teenie hab ich für mich und meine Freundinnen Taschen genäht, und kleine Püppchen gehäkelt und natürlich auch gestrickt. Und dabei hab ich davon geträumt, mal "Designerin" zu werden, wobei ich mir gar nichts Konkretes darunter vorstellte, vielleicht ein bißchen Kleidung (ich hatte schon immer eine Vorliebe für die Mode der Fünfziger Jahre, vor allem für Hosen mit dem Reißverschluß an der Seite!), aber wahrscheinlich mehr im Wohnbereich, da ich ein großer Fan von Laura Ashley war. Was hätt ich nicht alles drum gegeben, wenn ich mein Kinderzimmer mit ihren Tapeten und Stoffen hätte einrichten können. Also hab ich viel selber gemacht, aber an mein Vorbild kam ich nie ran. Zum Glück hat sich mein Geschmack und auch der von Laura Ashley seit damals geändert. Ach so ja, was ich eigentlich schreiben wollte, O. ist der Anfangsbuchstabe meines Mädchennamens, und Suzi O. wollte ich dann natürlich meine Firma nennen.


and this is the back. The "Suzi O." label is a remember of my youth. When I was about 15,16 years, I made a lot of bags for me and my friends, I crochetted little dolls (some Amigurumis reminds me of this time) and, of course, I knitted, too. And I dreamed of becoming a designer. I can´t remember exactly, what I have planned to design, I think maybe clothes (I had such a soft spot for the clothes of the Fifties, capritrousers with the zip at the side!), but most important a lot of interior decorations. I was a big fan of Laura Ashley then, and I would have done (nearly) everything to decorate my children-room with her wallpapers and fabrics. Happily my and Laura Ashley´s taste, too, has changed. So, what I intended in the first sentence to say is, that O. was the first letter of my familiy name, and Suzi O. would have been the name of my very successful famous company.

Und weil sich so ein Buch mit einem selbstgenähten Einband gleich ganz anders anfühlt und auch aussieht, sind als nächstes all meine alten und neuen Stapel von Wohnheften dran. Hat jemand eine Idee oder Erfahrung darin, ob ich die Fotos dann lieber in einen Ringordner oder ein gebundenes Buch klebe? Und nach welchen Kriterien ordnet ihr eure Dinge ab? Welche Mappen könnte man noch gut gebrauchen - Rezepte, Kleidung, Blumen und Kräuter, Weihnachten?

And because a book, covered by your own hands, is very nice to hold and to look at, I decided to do it again with all my old Country-Living-Magazines. I will only keep the pictures that I like and which are inspiring me and clue them in a book - or do you think a file will be better? How do you arrange your books and what are you collecting? Shall I keep in this way also my recipes, gardening, Christmas, fashion? I really want to get my house a bit more putted in order.

And thanks so much for your kind words, I love to know you and I love your comments!

03 April 2006

Ein bißchen Dies, ein bißchen Das

Nachdem ich hier eine Woche lang nichts geschrieben habe, könntet ihr meinen, ich sei wahnsinnig fleißig gewesen. Aber leider hab ich beiweitem nicht all das geschafft, was ich mir für die letzte Woche eigentlich vorgenommen hatte.

For having not posted here since a week, you might be thinking I was very busy and did a lot. But I sorrily have to say that I didn´t managed half of the things I inteded to do.




Als erstes wollte ich meine Jacke fertigbekommen. Allerdings habe ich den Kragen unterschätzt. Er ist riesig und zieht sich endlos dahin. Er sieht aus wie ein Mini-Poncho und wird mit verkürzten Reihen gestrickt. Ich hatte mich zuerst ganz genau an die Anleitung gehalten, Debbie Bliss macht die verkürzten Reihen ohne das Umwickeln der Maschen. Da hat man aber leider noch deutlicher die kleinen Löcher und abgehobenen Maschen gesehen, also hab ich alles wieder aufgetrennt und mit den Umwicklungen neu gestrickt. So ganz unsichtbar sind die verkürzten Reihen bei der jeweils 25. und 45. Masche trotzdem nicht, aber es sieht wesentlich besser aus als vorher. Ich find es ganz spannend einen Kreis zu stricken, obwohl ich ehrlich gesagt immer noch keine rechte Vorstellung habe, wie es dann an der Jacke aussehen wird. Und vor allem, wie das Ganze überhaupt angenäht werden wird. Das ist der Nachteil an diesen stimmig fotografierten Strickbüchern, die Bilder sehen alle toll aus, aber man hat keine Ahnung von den Details. Lassen wir uns also überraschen.

First of all I wanted to finish my cardigan at the end of march. But I underestimated the collar. He is gigantic and drags on. He looks like a mini-poncho and is knitted with short rows. In the beginnig I did it straight with the instruction, Debbie Bliss is the short rows doing without wrappings. But I didn´t liked how it went, the little holes and slipped stitches where too striking. I ripped it all and now I knit it again with wrappings. The short rows after the 25th and the 45th stitch are still visible, but it looks much more better than the first try. It´s a new experience for me to knit a circle and I like the idea of this easy way to do it. (I think this would be also a great idea for a round cushion, with a big flower in the middle to hide the hole there behind it). Frankly spoken I still have no idea how this collar will look at the end and above all how it will be sewed on. That´s a drawback of those wonderful inspiring knitting books - the pictures are brilliant but you have not the foggiest idea of the relevant knitting-details. So let´s enjoy the surprises.

Da ich bei dem Kragen immer zählen muß, hab ich zum Fernsehen mit dem einfachen Top angefangen. Hier war meine übliche 2-3cm lange Maschenprobe keine so gute Idee. Durch das Muster zieht es sich sehr stark zusammen und hat jetzt eine Weite von ungefähr 35 cm. Ich steh also vor der Frage: auftrennen oder ordentlich spannen und dehnen? Angegeben wäre in der Anleitung eine Weite von insgesamt 95 cm als kleinste Größe. Oder meint ihr, die Wolle gibt nach der ersten Wäsche so nach, daß es dann paßt?

For having always to count the stitches on the collar I started this top for simple TV-knitting. And it was not a good idea to do my usual 2-3cm/1" swatch. Now, after knitted half of the body it´s drawn together and has the width for bust size 70 cm/27,5". I worked with the instruction for the smallest size of 95cm/37,5" and I think this would be a nice size for a hot summer day, not too skinny. So what are you thinking, please give me your advice: shall I ripp all or shall I block it or maybe is the wool getting softer and wider after the first washing?

Und durch dieses wunderbare Tutorial bei Whip up hab ich auch endlich gelernt, wie man Suffolk Puffs macht. Ich hab sie schon in einem Kaffe Fassett Buch gesehen, aber die geschriebene Anleitung nicht so recht verstanden. Sie sind absolut einfach und machen richtig Spaß. Ich bastle an einem Vorhang (ganz oben im Bild) für ein Regal, dahinter versteckt sich all meine Wolle und Stoffe. Und oben auf den gestreiften Stoff möchte ich diese Yoyos nähen, vielleicht noch mit einem roten Knopf in der Mitte.

And because of this wonderful tutorial at Whip up I have learned to make Suffolk Puffs. I have adored them already in a Kaffe Fassett book I own, but the written instruction without pictures was not very helpful for me. So now they are so simple and so much fun to do. Since last year I am working on a curtain for my yarn- and fabric-stash (to see at the first picture), and I want to sew these yoyos on the striped fabric. Maybe I also include little red buttons, the puffs will look a bit like flowers then.

Das war also meine letzte Woche, nicht viel getan, mehr rumprobiert, und leider nichts beendet. (Es tut mir so leid, Kimberly, kann ich eine weitere Woche bekommen?) Und wie heißt es doch so schön: Morgen ist auch noch ein Tag!

So this was my last week, not much was done, tried some things, not-finished my UFO (so sorry, Kimberly! Can I get another week?) But how is it called: Tomorrow is also a day!

And this is for Marietta and all English-speaking-bloggers: no, I am not using a translator, even if my English sounds like the crazy translation of babelfish. I am doing it all by myself with the help of my school-dictionary (so no one else is to blame!). I know that it sometimes must sound horrible for you, but I am trying the best I can and you are all so kind and friendly, so this is a good way to say a big THANK YOU for understandig my English!